Pferdedecken wasserdicht

Wasserdichtigkeit von Pferdedecken / Regendecke

Phänomene, die im Zusammenhang mit wasserdichten und hoch atmungsaktiven Pferdedecken / Regendecke auftreten.

Pferde sind immer in Bewegung und heben und senken den Kopf und Halsbereich fortwährend. Aus diesem Grund kann eine Pferdedecke nie komplett anliegen, sodass auch nicht verhindert werden kann, dass Wasser zwischen Fell und Pferdedecke nach innen läuft. Auch über das nasse Fell und die Mähne im Halsbereich kann das Wasser nach innen laufen. Dies lässt sich überhaupt nicht vermeiden.
Bei Pferdedecken, insbesondere bei Pferdedecken mit Fleecefutter, kann zudem in diesem Zusammenhang ein sogenannter „Dochteffekt“ auftreten. Die Feuchtigkeit, die über Brust und Hals herunter und/oder reinläuft wird wie ein Docht durch das Fleecefutter nach innen gezogen und die Regendecke saugt sich somit innen mit Wasser voll. Diesen Effekt kann man aber bedingt durch die Körperform des Pferdes mit dem herausragenden Hals nicht verhindern, man kann ihn nur durch eine gute Passform minimieren.

Die Regendecke ist undicht?

Wichtig für die Funktion der Atmungsaktivität ist das Zusammenspiel der Innen- und Außentemperatur. Das bedeutet, es muß im Inneren der Pferdedecke eine gewisse Wärme vorhanden sein, damit die Körperfeuchtigkeit durch die wasserdichte Beschichtung hindurch von innen nach außen diffundieren kann.
Nimmt man eine nasse Regendecke vom Pferd und legt diese z.B. über die Boxentür werden Sie bemerken, daß sich die Regendecke nach einer gewissen Zeit auf der Innenseite nass oder klamm anfühlt. Das heißt aber nicht, daß die Regendecke undicht ist, sondern es fehlt ganz einfach die Körperwärme des Pferdes. Die Feuchtigkeit aus dem Obermaterial diffundiert jetzt nämlich von außen nach innen. Das bedeutet es muß im Inneren der Regendecke eine gewisse Wärme vorhanden sein, damit die Körperfeuchtigkeit durch die wasserdichte Beschichtung hindurch nach außen diffundieren kann. Ist eine Pferdedecke von außen nass, so trocknet diese daher am besten auf dem Pferd.

Phänomen Kondensationseffekt bei Pferdedecken – undichte Pferdedecken
Wasserdichte Pferdedecken ohne Wattierung, d.h. nur mit Nylonfutter ausgestattet empfehlen wir nur für Frühjahr, Herbst und Sommer, nicht für die kalte Jahrezeit. Bei kälteren Temperaturen und Pferden, die vermehrt Körperfeuchtigkeit ausdünsten, empfehlen wir eine Regendecke mit einer leichten Funktionszwischenschicht (leichte Wattierung oder Fleecefutter) in welcher die Feuchtigkeit besser nach außen geleitet werden kann. Bei einer Regendecke ohne diese Funktionszwischenschicht kann ansonsten ein sogenannter Kondensationseffekt auf der Decken-Innenseite entstehen. Das heißt das Pferd kann unter der Pferdedecke nass und kalt werden.
Dieser Effekt ist vergleichbar, wenn Sie sich mit feuchter Kleidung in ein Auto setzen und die Scheiben spontan beschlagen. Dieser Effekt kann sich noch verstärken, wenn das Pferd ein dickes Winterfell entwickelt hat. An diesem physikalischen Phänomen, das verstärkt in der kalten Jahreszeit auftritt, lässt sich nichts ändern.

Wir empfehlen für kalte Wetterverhältnisse im Winter daher keine Regendecke ohne jegliche Wattierung, sondern eher eine Pferdedecke mit einer leichten Wattierung.

Diese wasserdichten Regendecken ohne jegliche Wattierung sind ein reiner Wetterschutz für Frühjahr, Sommer und Herbst.
Unsere Empfehlung: KEIN Einsatz im Winter. Sie haben überhaupt keine Zwischenwattierung und sind daher für den Einsatz im Winter nicht geeignet. Für ein trockenes Klima unter der Pferdedecke ist es wichtig, dass es unter der Decke warm ist. Bei einer ungefütterten Pferdedecke ist die Unterseite aufgrund der fehlenden Wattierung kalt und das ist abträglich für ein trockenes angenehmes Klima für das Pferd unter der Decke.

Ferner kann es auch passieren, dass sich das Pferd samt Pferdedecke in eine Schlamm-Pfütze legt. Auch hier besteht die Möglichkeit, daß Wasser durch die Poren der atmungsaktiven Pferdedecke nach innen gedrückt wird. Bitte bedenken Sie: 100%-ig wasserdicht ist nur eine Plastiktüte oder ein „Friesennerz“. Diese sind jedoch dann nicht mehr atmungsaktiv.