Technische Begriffe

Begriffs-Ratgeber für Pferdedecken:

Nachfolgende Fachausdrücke und Bezeichnungen können Sie immer wieder in Angeboten für Pferdedecken lesen. Für die Beurteilung der Qualität und Ihre optimale Kaufauswahl empfehlen wir Ihnen die verschiedenen Pferdedecken anhand dieser Fachbegriffe zu vergleichen.
Nur so können Sie eine objektive Decken-Auswahl durchführen ohne durch Werbeaussagen der einzelnen Hersteller „geblendet“ zu werden.

  • Denier: (De, oder D) ist ein Maß für die Feinheit des Garnes, aus dem die Textilie gewebt wurde. So bedeutet z.B. die Angabe 600 Den, daß 9.000 m dieses Garnes 600 g wiegen. Je niedriger die Den-Zahl, desto feiner das Garn und das daraus erzeugte Gewebe.
    Folglich ist 1000er Gewebe aus stärkerem Garn als 500er Gewebe und hat eine gröbere Struktur. Für Rucksäcke und Reisetaschen werden z.B. 500er oder 1000er Den Garnstärken verwendet, für Damenstrumpfhosen nur ca. 15 D!
    Denier gibt nicht wie fälschlicherweise oft behauptet die Reißfestigkeit an, denn es gibt auch dicke Fäden, die nicht stabil sind und die leicht reissen können, denken Sie z.B. mal an dicke Wolle.
    Das Obermaterial von Pferdedecken wird aus Garnen mit folgenden Stärken hergestellt: 600 Denier – 900 D – 1000 D – 1200 D – 1600 D – 1680 D – 1800 Denier
  • D-tex: Die Garnfeinheit wird international in Tex (tex) gemessen, diese Einheit hat die alten Einheiten Denier (den) abgelöst. In weiten Teilen der Textilindustrie finden dennoch weiterhin die alten Einheiten Verwendung.
  • Reißfestigkeit: Fälschlicherweise findet man immer wieder folgende Werbeaussagen in Angeboten für Pferdedecken: „600 Denier, daher hohe Reißfestigkeit.“ Die Angabe für die Reißfestigkeit von Stoffen ist Newton. Wir lassen einen Teil unserer eingesetzten Außenstoffe der fedimax Regendecken beim staatlichen Prüfamt für das Textilgewerbe FH Münchberg auf Reißfestigkeit prüfen. „Bestimmung der Höchstzugkraft und Höchstzugkraftdehnung in Anlehnung an DIN EN ISO 1394-1 in Kettrichtung“.
  • Wassersäule – Wasserdichtigkeit: Die Wassersäule ist eine Maßeinheit, um die Dichte z.B. von technischen Geweben (Funktions- und Regenbekleidung) anzugeben. Dort wird die Wassersäule angegeben, die auf dem Gewebe lasten kann, bevor es Feuchtigkeit durchlässt. Ab einem fest definierten Wert (Regenkleidung 1300 mm, Oberzelte 1500 mm und Zeltböden 2000 mm nach DIN) gilt das Gewebe als wasserdicht. Leider geben nur sehr wenige Hersteller von Pferdedecken die Wassersäule Ihrer einzelnen Modelle an. In unseren Artikelbeschreibungen finden Sie diese Angaben größtenteils.
  • Atmungsaktivität: die Atmungsaktivität von Pferdedecken wird in g/qm/24 h gem. ASTM E 96 angegeben.
  • Ripstop: bezeichnet Stoffe, die mit einer speziellen Technik gewebt wurden. Hierbei werden im Abstand von normalerweise 5 bis 20 mm dickere Fäden in das Gewebe integiert. Das Gewebe erhält dadurch eine mehr oder weniger deutliche „Rechenkästchenstruktur“. Durch diesen eingewebten dickeren Faden wird einem evtl. Weiterreissen des Stoffes entgegengewirkt.