Outdoordecken

Was versteht man unter einer Outdoordecke?

Wir kennen die Bezeichnung Outdoordecke von Outdoorjacke für den Menschen. Der Begriff sagt aus, dass eine Outdoordecke immer dann zum Einsatz kommt, wenn das Pferd auf die Koppel, die Weide, das Paddock nach draußen gebracht wird und dort vor äußeren Witterungseinflüssen wie Regen, Schnee, Wind etc. geschützt werden soll. Im Prinzip ist der Begriff Outdoordecke der englische Begriff für Weidedecke. Nachdem Pferde draussen viel in Bewegung sind, sollte eine Outdoordecke hoch atmungsaktiv sein, damit ein Schwitzen unter der Outdoordecke vermieden wird. Eine weiteres wichtiges Kriterium für die Auswahl der geeigneten Outdoordecke ist ein hochwertiges Außenmaterial. Es sollte hoch strapazierfähig sein, denn üblicherweise stehen die Pferde draußen auf dem Paddock oder der Weide nicht alleine, sondern mindestens zu zweit oder in der Herde. Sie bewegen sich also – spielen und toben miteinander und beissen sich auch mal gerne gegenseitig in die Outdoordecken.

Outdoordecke wasserdicht

Ferner ist eine hohe Wassersäule zum Schutz gegen Regen und Schnee ein wichtiges Auswahlkriterium beim Kauf von Outdoordecken.

Im Sommer werden Outdoordecken nur als reiner Wetterschutz gegen Regen verwendet, d.h. die Outdoordecken bestehen nur aus dem Außenmaterial und einem dünnen Innenfutter. Bei dem Innenfutter kommt meist ein dünner Stoff, der aus Baumwolle, Polyester oder Nylon bestehen kann, zum Einsatz. Eine Wärmehaltung ist hier aufgrund der hohen Außentemperaturen nicht erforderlich. Im Frühjahr und Herbst sollten Outdoordecken aber auch eine leichte Wärmeschutzfunktion erfüllen. Hierdurch wird der Klimaaustausch zwischen innen und außen bei kühleren Temperaturen verbessert. Hier kommen dann Outdoordecken mit einer dünnen Wattierung, die etwa zwischen 50 – 100 g liegt, zum Einsatz.

Outdoordecke mit Abschwitzfunktion

Eine besondere Kombination stellen die Outdoordecken mit einem Fleece-Innenfutter dar. Diese haben gleichzeitig die Eigenschaft eines Abschwitzeffektes, sodaß diese Outdoordecken anstelle einer Abschwitzdecke nach dem Reiten besonders bei Pferden, die im Offenstall stehen, zum Einsatz kommen.

Outdoordecken werden als sogenannte „Rund-um-die-Uhr- Pferdedecken“ eingesetzt. Das bedeutet im Winter braucht man die Pferde im Stall nicht umdecken und eine Stalldecke auflegen. Es bleibt die Outdoordecke auch im Stall auf dem Pferd. Somit zählt die Outdoordecke zu den Multi-Funktionsdecken und hat im Laufe der Jahre die reine Stalldecke weitestgehend abgelöst.

Besonders beliebt sind auch sogenannte Outdoordecken mit einem High-Neck. Darunter versteht man einen stark vorgezogenen Halsansatz, damit auch der Großteil des Pferdehalses vor Regen und Schnee geschützt wird und der Brustbereich nicht so leicht nass wird.

Outdoordecke Größe

Sehr wichtig ist bei einer Outdoordecke, der optimale Schnitt und somit die Passform für das einzelne Pferd. Pferde bewegen sich auf der Weide teilweise sehr übermütig. Sie spielen und toben mit Ihren Pferdefreunden. Nichts wäre hier für das Pferd lästiger als eine schlecht passende Outdoordecke. Oberstes Gebot ist ausreichend Bewegungsmöglichkeiten. Die Pferde sollten durch die Decke nicht in Ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden und die Pferdedecken sollten nirgends scheuern oder zwicken. Eine perfekt sitzende Outdoordecke erhalten Sie nicht nur durch das Ausmessen der Rückenlänge Ihres Pferdes und Kauf der entsprechenden Pferdedecken Größe. Nein, jede Pferdedecke hat auch in der Hals- und Brustgegend eine unterschiedliche Passform. Ein Kaltblüter mag die gleiche gemessene Rückenlänge wie ein Araber haben, aber mit Sicherheit passt nicht beiden Pferden die gleiche Outdoordecke. Ein Kaltblut hat ja eine wesentlich breitere Brust. Wählen Sie für den Araber, aufgrund der identisch gemessenen Rückenlänge, die gleiche Outdoordecke aus, die für das Kaltblut perfekt passt, dann ist mit Sicherheit der Halsausschnitt viel zu weit. Die Folge können sein: Scheuerstellen beim Araber – und zwar nicht weil die Outdoordecke zu eng ist, sondern weil Sie zu groß ist und zu weit nach hinten rutscht.

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Video zu Outdoordecke

Ausstattungsmerkmale von guten Outdoordecken

Neben einem hochwertigen Stoff sollten Outdoordecken auch über eine Reihe weiterer Ausstattungsmerkmale verfügen:

  1. verstellbarer Brustbereich
  2. Kreuz- oder Dreifachbegurtung im Bauchbereich
  3. großer Schweiflatz
  4. Schweifriemen und/oder elastische Hinterhandbegurtung

zu 1. Der Brustbereich sollte mittels verstellbarer Schnallen optimal angepasst werden können. Ein blosses verschliessen durch Karabinerhaken oder sonstige Steckverschlüsse hat den Nachteil, dass die Feinanpassung nicht möglich ist. Jedes Pferd kann z.B. durch Krankheit abnehmen oder durch Training Muskulatur aufbauen. Hier kann eine Outdoordecke vorne schnell mal zu eng werden, was Scheuerstellen im Bereich des Buggelenks zur Folge haben könnte. Aus diesem Grund sollte auch eine grundsätzlich optimal passende Outdoordecke jederzeit vorne anpassbar sein.

zu 2. Der Halt der Outdoordecke auf dem Pferd wird durch die Begurtung im Bereich der Mittelhand des Pferdes erreicht. Auch nach dem Wälzen oder Herumtoben sitzt die Outdoordecke dadurch perfekt.

zu  3: Der große Schweiflatz schützt den Schweifansatz zuverlässig vor Nässe und Kälte

zu 4: Besonders bei stürmischen Windverhältnissen verhindert eine Hinterhandbegurtung, dass die Outdoordecke hochfliegt